TP

Reconstruction Show,25.04.10,Garage Saarbrücken

by Tommy on Apr.25, 2010, under Konzert-Reviews

Bands: Pour Habit, A Wilhelm Scream, Strike Anywhere, Bouncing Souls, Pennywise
Dabei: Puhl, Tommy

Schönes Bandpaket, da kann man nicht meckern! Zu meiner Überraschung trotzdem nicht ausverkauft, hätte ich eigentlich schon erwartet! Naja, selber Schuld, was die Leute angeht! Aber ich kann sagen, dass die Show nicht nur von der Quantität der Namen, sondern auch von der Qualität der Einzelnen her einwandfrei gewesen ist! Den Anfang machten die letztes Jahr auf NOFX Label Fat Wreck untergekommenen Pour Habits, die auch schon mal gleich eins der Highlights des Abends bildete! Allein der Sänger war der Hammer! Ein deutliches Zeichen dafür, dass Schwarze einfach mehr Rhythmusgefühl als Weiße haben, irgendwas muss da einfach dran sein! Sein Rumgetanze, sein Springen, sein Klettern, seine energisches Singen, seine pantomimischen Darbietungen, alles war vom Timing her perfekt und riss einfach mit! Die Musik war nicht einmal besonders spektakulär, Melodic Hardcore mit gelegentlichen Reggae Ausflügen, trotzdem ziemlich gut, und die erzeugte Stimmung ließ das Ganze zu einer ziemlich runden Sache reifen! Geil!
Next on the bill were A Wilhelm Scream! Das letzte Mal hatte ich die Jungs damals 2006 zusammen mit The Unseen, Anti Flag und Redlightsflash gesehen, und waren sie damals einfach nur laut und nervig, so hatten sie sich seither doch schon weiterentwickelt, denn diesmal strotzten sie nur so vor Spielfreude und die Freude ging auch aufs Publikum über! Diesmal waren sie echt ziemlich granatig, aber absolut durch und durch eine Liveband!
Im Anschluss daran kamen, oh Überraschung, Strike Anywhere! Ich frage mich noch immer, wie ich es bis 2009 schaffen konnte, sie nie live gesehen zu haben, touren sie doch andauernd allein durch Saarland und Umgebund, allein letztes Jahr 3mal, wo ich es mitbekommen habe! In den Vorjahren nicht weniger! Für eine amerikanische Band ist das zwar ziemlich cool und einige Leute scheint das schon sehr zu freuen, aber ich muss sagen, ich gehöre nicht dazu! Ich kann dieser Band einfach nichts abgewinnen, und auch diesmal konnten sie mich nicht für sich gewinnen, genauso wenig wie damals bei Hot Water Music! Ich befürchte, in diesem Leben wird das nichts mehr, Jungs! Bedaure!

Umso mehr konnte ich mich seit jeher für die Bouncing Souls begeistern, seit 2006 eine absolute Lieblingsband von mir, da mir damals die Gold Record über eine unglücklich verlaufene Frauengeschichte hinweghalf und die Band als Ganzes seither einen Stein bei mir im Brett hat! 2006 im Kleinen Klub gesehen hatte ich sie auch und war so begeistert, dass sie allein diesmal schon Grund genug gewesen wären, diese Show zu besuchen! Und so waren sie auch diesmal einfach nur der Wahnsinn, allerdings mit 30 Minuten schon sehr kurz, gerade, wenn man ihren umfangreichen und eindrucksvollen Rückkatalog betrachtet! Aber zu meiner großen Freude spielten sie Gasoline, einen der 12 monateweise veröffentlichten Tracks des letzten Jahres, und einfach einer der besten Songs, den sie je geschrieben haben! Vielleicht sogar einer meiner Lieblingssongs überhaupt! Weitere Highlights waren Sing Along Forever, True Believers, East Coast Fuck You!, Private Radio, Lean On Sheena, der Gold Song, ach, eigentlich das ganze Set, allerdings ist es nicht möglich, die ganzen Highlights der Bouncing Souls in 30 Minuten zu quetschen, von daher war allein die Kürze des Sets ein wenig enttäuschend!

Musste wohl alles bis 23 Uhr rum fertig sein, denn auch Headliner Pennywise spielte mit einer Stunde nicht übermäßig lang! Aber ich war überrascht, wie gut sie waren, und zwar auch mit neuem Sänger! Pennywise waren damals eine der ersten Punkbands, die ich zu Hören bekommen hatte, und so gibt es von ihnen einige Songs, die einfach hängengeblieben sind! So zum Beispiel Stand By Me, Fuck Authority, Every Single Day(naja, ein späterer Klassiker, nicht aus der Anfangszeit, aber trotzdem stark) und die legendäre Bro Hymn! Die Band hatte jede Menge Power, war erdrückend laut und rockte verdammt hart! Wer da still stehen konnte, ist entweder bewegungsunfähig oder unter Beruhigungsdrogen! Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, und sie ließen es sich auch nicht nehmen, noch mal alle vorhergegangenen Bands zu preisen! Das Publikum feierte jede einzelne Band nochmal bereitwillig ab, war gut drauf und unterstützte die Jungs mit Feuer und Eifer! Das Finale bildete besagte Bro Hymn, und hier sang dann auch wirklich absolut jeder im Raum mit, zumindest fühlte es sich so an! Danach beendeten sie ihr Set und ließen das Publikum erschöpft aber glücklich zurück!

Alles in allem kann ich nur noch einmal anmerken, dass das Preisleistungsverhältnis mehr als grandios war und keine Band weniger als 100 Prozent gegeben hat! So eine Reconstruction Show darf nächstes Jahr gerne nochmal stattfinden, die Veranstalter können ja mal gucken, welche Bands sie dann dafür gewinnen können!

8/10 Punkten

:

Leave a Reply

Looking for something?

Use the form below to search the site:

Still not finding what you're looking for? Drop a comment on a post or contact us so we can take care of it!

Visit our friends!

A few highly recommended friends...